5-4 Krimi der 55er in Heiligenhaus - jetzt steigt das Aufstiegsfinale gegen Düsseldorf
5:4-Krimi in Heiligenhaus – jetzt steigt das Aufstiegsfinale gegen Düsseldorf
Die Herren 55 des VfB Kirchhellen bleiben ungeschlagen – doch im Nachholspiel bei TV GW Heiligenhaus mussten sie dafür bis zum letzten Ball kämpfen. Nach einem 3:3 in den Einzeln entschieden die Doppel die Begegnung. Am Ende stand ein hauchdünner, aber enorm wichtiger 5:4-Auswärtssieg.
Damit ist alles angerichtet für den großen Showdown am 12. September 2026 gegen DSD Düsseldorf 2: Beide Mannschaften sind noch ungeschlagen, und im direkten Duell geht es um den Aufstieg in die 1. Verbandsliga.
Kalthoff bleibt an Position eins unantastbar
Verlass war in Heiligenhaus einmal mehr auf Kirchhellens Spitzenspieler Michael Kalthoff. Er setzte sich gegen Thomas Müller souverän mit 6:2, 6:2 durch und bleibt damit in dieser Saison im Einzel an Position eins weiterhin ungeschlagen. Eine beeindruckende Serie – und gerade vor dem entscheidenden Saisonspiel ein wichtiger Rückhalt für die Mannschaft.
Danach wurde es allerdings ausgesprochen eng. Mike Dierig kämpfte sich nach einem 1:6 im ersten Satz gegen Frank Held mit 6:4 zurück, musste sich im Matchtiebreak aber mit 7:10 geschlagen geben. Ein ähnliches Bild bei Andreas Kaufmann: Er gewann gegen Thomas Biegmann den ersten Satz mit 7:6, verlor den zweiten 4:6 und anschließend den Matchtiebreak ebenfalls mit 7:10.
Heiko Pleines sorgte anschließend für einen ganz wichtigen Kirchhellener Punkt. Nach 6:1 und 4:6 gegen Stephan Schulz behielt er im Matchtiebreak die Nerven und setzte sich mit 10:5 durch.
Noch deutlicher machte es Markus Kissenbeck. Gegen Kamran Scholz ließ er beim 6:3, 6:0 nichts anbrennen und holte den dritten Kirchhellener Einzelpunkt ohne Umweg.
Frank Rottmann lieferte sich zum Abschluss der Einzel mit Alexander Reul ebenfalls einen Dreisatz-Kampf. Nach dem verlorenen ersten Satz mit 5:7 schlug Rottmann mit einem klaren 6:1 zurück. Im Matchtiebreak ging der Punkt mit 10:1 jedoch an Heiligenhaus.
Damit lautete der Zwischenstand nach sechs Einzeln: 3:3.
Die Doppel machen aus dem 3:3 einen 5:4-Sieg
Nun mussten die Doppel entscheiden – und Kirchhellen zeigte genau im richtigen Moment seine Stärke.
Das Spitzendoppel mit Michael Kalthoff und Mike Dierig brachte Kirchhellen den vierten Punkt. Auch Andreas Kaufmann und Heiko Pleines überzeugten und gewannen ihr Doppel glatt mit 6:1, 6:2.
Damit war der Gesamtsieg bereits perfekt.
Im dritten Doppel lieferten sich Markus Kissenbeck und Markus Meys mit Stephan Schulz und Alexander Reul noch einmal einen echten Krimi. Nach 2:6 im ersten Satz kämpften sich die Kirchhellener mit 7:5 zurück, mussten den Matchtiebreak aber mit 7:10 abgeben.
1:4 im Matchtiebreak – genau dort liegt die Aufgabe für Düsseldorf
So wertvoll dieser Auswärtssieg war, so deutlich zeigte er auch, woran vor dem Saisonfinale noch gearbeitet werden muss. Gleich fünf Begegnungen wurden in Heiligenhaus im Matchtiebreak entschieden – und nur eine davon ging an Kirchhellen.
Pleines holte den einzigen Erfolg, während Dierig, Kaufmann und Rottmann im Einzel sowie Kissenbeck/Meys im Doppel ihre Matchtiebreaks verloren. Die Bilanz lautet damit 1:4.
Dass Kirchhellen die gesamte Begegnung trotzdem mit 5:4 gewinnen konnte, spricht für die Qualität und Ausgeglichenheit der Mannschaft. Gegen einen Gegner wie DSD Düsseldorf 2 könnte eine solche Matchtiebreak-Bilanz allerdings entscheidend werden. Im Aufstiegsduell werden vermutlich Kleinigkeiten den Ausschlag geben – und gerade die entscheidenden Punkte müssen dann häufiger auf Kirchhellener Seite landen.
Ungeschlagen gegen ungeschlagen – mehr Finale geht kaum
Am 12. September kommt es nun zum Spiel, auf das die gesamte Saison hinausläuft. VfB Kirchhellen gegen DSD Düsseldorf 2
Der 5:4-Erfolg in Heiligenhaus war deshalb möglicherweise genau die richtige Vorbereitung: eng, umkämpft und voller Drucksituationen.
Am 12. September muss nun noch einmal alles zusammenpassen. Vor allem dann, wenn es wieder heißt: Matchtiebreak.
Denn diesmal geht es nicht nur um einen weiteren Sieg.
Diesmal geht es um den Aufstieg.
Spitzenspieler Michael Kalthoff
